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Wiedererlangung der Funktionsfähigkeit von Menschen mit Demenz

ReableDEM-iP

ZusammenfassungWiedererlangung der Funktionsfähigkeit von Menschen mit Demenz
Beteiligte des IfP

Dr. Martin Dichter

Verena von der Lühe

Weitere Beteiligte
  • Assoc. Prof. Dr. Silke Metzelthin, Universität Maastricht / Living Lab in Ageing and Long-term Care, Niederlande (Koordination)
  • Prof. Dr. Hanne Tuntland, Western University of Applied Science, Norwegen
  • Dr. Vincenza Frisardi, Universität Bologna, Italien
  • Assoc. Prof. Iva Holmerová, Charles Universität Prag, Tschechien
  • Dr. Anja Bieber, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland
  • Prof. Filiz Can, Hacettepe Universität Ankara, Türkei
HintergrundWeltweit leben etwa 57 Millionen Menschen mit einer Demenz. Demenz führt zu einem fortschreitenden kognitiven und funktionellen Rückgang und beeinträchtigt folglich die Teilnahme an sinnvollen Alltags- und sozialen Aktivitäten. Zusätzlich steigt der Bedarf an Unterstützung durch An- und Zugehörige, kommunale Dienstleistungen sowie professionelle Pflege. Unter Reablement wird ein Person-zentrierter, ganzheitlicher Ansatz verstanden, der darauf abzielt, Funktionsfähigkeiten zu verbessern, die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten oder zu steigern und den Bedarf an Langzeitleistungen zu verringern. Der Reablement-Ansatz hat sich als vielversprechende Strategie in der Demenzversorgung etabliert und bietet das Potenzial, die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz zu fördern. Obwohl sich positive Ergebnisse für Menschen mit Demenz und An- und Zugehörige gezeigt haben, ist die Umsetzung des Konzepts international nach wie vor begrenzt - insbesondere für Menschen mit mittlerer und mittelschwerer Demenz. 
ZielDas Ziel des Projekts ist es, eine Grundlage für die länderübergreifende Einführung des Reablement-Ansatzes zu schaffen, um so das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz sowie ihren An- und Zugehörigen zu verbessern und die Demenzversorgung in Europa zu transformieren. 
Methoden

In insgesamt sieben zusammenhängenden Arbeitspaketen werden verschiedene Fragestellungen zur länderübergreifenden Einführung von Reablement für Menschen mit Demenz bearbeitet. Das ReableDEM-iP-Konsortium umfasst sechs europäische Länder: Deutschland, Italien, Niederlande, Norwegen, Tschechische Republik und Türkei.

Phasenübergreifend: 

  • Projektkoordination, -management und Qualitätskontrolle (Arbeitspaket 1) 
  • Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Bestimmung der Wirksamkeit von Reablement-Interventionen bei Demenz: Systematische Übersichtsarbeit, Übersetzung sowie Adaption eines Instruments und psychometrische Testung (Arbeitspaket 4) 

Phase 1: Explorationsphase

  • Exploration der Überzeugungen und Haltungen von Menschen mit Demenz, Angehörigen und Interessengruppen in Bezug auf den Reablement-Ansatz: Q-Methodologie inklusive Rapid Review und Fokusgruppen (Arbeitspaket 2) 
  • Untersuchung der nationalen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Reablement im jeweiligen Gesundheits- und Sozialsystem: Vergleichende Fallstudie mit Dokumentenanalyse und Fokusgruppen (Arbeitspaket 3) 

Phase 2: Entwicklungs-, Implementierungs- und Evaluationsphase

  • Anpassung bewährter Reablement-Interventionen an neue kulturelle Kontexte und Menschen mit mittlerer oder mittelschwerer Demenz und Implementierung im kleinen Maßstab: Nationale Pilotstudie mit Mixed-Methods-Prozessevaluation (Arbeitspaket 5)
  • Entwicklung, Durchführung und Auswertung einer groß angelegten, länderübergreifenden Aufklärungskampagne zur Förderung von Reablement und zur Reduktion der Stigmatisierung von Menschen mit Demenz: Multi-Methoden-Studie (Arbeitspaket 6)

Phase 3: Disseminationsphase

  • Dissemination der Erkenntnisse aus der Anpassung und Erprobung von Reablement-Interventionen bei mittlerer und mittelschwerer Demenz: Ko-Kreation von Disseminationsstrategien (Arbeitspaket 7) 

Das Institut für Pflegewissenschaft der Universität zu Köln ist an allen Arbeitspaketen beteiligt und verantwortlich für die Durchführung von Arbeitspaket 4. 

Laufzeit01.07.2026 – 30.06.2029
FörderungEU Joint Programme – Neurodegenerative Disease Research (JPND)

Medizinische Fakultät der Universität zu Köln

Institut für Pflegewissenschaft

Univ.-Prof. Sascha Köpke

Adresse

Gleueler Straße 176-178
50935 Köln

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