Übersetzung, Evaluation und Dissemination des Dementia Isolation Toolkit
DIT-G
| Zusammenfassung | Das in Kanada entwickelte Dementia Isolation Toolkit (DIT) unterstützt Mitarbeiter:innen dabei, Isolationsmaßnahmen bei Menschen mit Demenz Person-zentriert, sicher und würdevoll umzusetzen. Das Projekt zielt darauf ab, das Toolkit für den Einsatz in Einrichtungen der stationären Langzeitpflege in Deutschland zu übersetzen, kulturell anzupassen und in der Praxis zu testen. Eine deutsche Version (DIT-G) soll abschließend Einrichtungen der Langzeitpflege öffentlich zugänglich gemacht werden. |
| Beteiligte des IfP | Prof. Dr. Sascha Köpke Dr. Martin Dichter Swantje Seismann-Petersen Julie Guicheteau |
| Weitere Beteiligte | Deutsche Alzheimer Gesellschaft Städtische Seniorenheime Krefeld, Krefeld Ev. Altenheim Wahlscheid e.V., Lohmar Dr. Andrea Iaboni; University Toronto, University Health Network Toronto, Kanada; Leitung des Dementia Isolation Toolkit Projekts |
| Hintergrund | Isolationsmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen können bei Menschen mit Demenz zu Belastung, Orientierungsverlust, Einschränkung von Teilhabe, depressiven Symptomen und kognitiven Veränderungen und körperlichen Einschränkungen führen. Für Mitarbeitende sind die Durchführung von Isolationsmaßnahmen häufig mit moralischem Stress verbunden, wenn sie zwischen Infektionsschutz und Lebensqualität abwägen müssen. |
| Ziel | Das DIT-G soll dabei unterstützen, Isolationsmaßnahmen bei Menschen mit Demenz ethisch reflektiert und Person-zentriert zu gestalten. |
| Methoden | Zunächst wird das Dementia Isolation Toolkit (DIT) in die deutsche Sprache übersetzt und kulturell angepasst. Anschließend erfolgt im Rahmen einer Expert:innenbefragung (N = 15) die Überprüfung der Relevanz und Verständlichkeit der übersetzten DIT-G Version. Darauf aufbauend erfolgt die Evaluation der Praktikabilität und Nützlichkeit im Rahmen einer Pilotierung des DIT-G in stationären Altenpflegeeinrichtungen über einen Zeitraum von ca. zwei Monaten. Die Erfahrungen aus der Anwendung werden anhand von Fokusgruppeninterviews und einer Dokumentenanalyse ausgewertet. Abschließend erfolgt die Dissemination des deutschsprachigen Tools. |
| Laufzeit | 01/2023 – 12/2026 |
| Förderung | Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. (Bereich Versorgungsforschung) |
Medizinische Fakultät der Universität zu Köln
Institut für Pflegewissenschaft
Univ.-Prof. Sascha Köpke
Adresse
Gleueler Straße 176-178
50935 Köln