Bereits zum fünften Mal lud das Institut für Pflegewissenschaft an Uniklinik Köln zur jährlichen Veranstaltung „Pflege, die Wissen schafft“ ein. Rund 150 Teilnehmende kamen am 21. Mai 2026 im CIO zusammen, um sowohl aktuelle pflegewissenschaftliche als auch gesellschaftlich relevante Themen zu diskutieren.
Zum Auftakt betonte Pflegedirektorin Marina Filipović die Bedeutung des wissenschaftlichen Austauschs zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen innerhalb der Uniklinik. Gerade Themen wie Vielfalt, Vulnerabilität und Diskriminierung seien für die pflegerische Praxis von hoher Relevanz und wirkten sich unmittelbar auf die Qualität der Versorgung von Patient:innen aus.
Im Anschluss debattierten Studierende des zweiten Semesters des Bachelorstudiengangs „Klinische Pflege“ die These „Pflegefachpersonen sollten politisch sein“. Dabei setzten sie sich differenziert mit Chancen, Herausforderungen und Grenzen politischen Engagements in der Pflege auseinander und beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven.
Im zweiten Teil der Veranstaltung standen Diversität, Chancengerechtigkeit und Vulnerabilität in der pflegerischen Versorgung und in der Ausbildung im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden Erfahrungen aus dem Projekt „Empowerment für Diversität“, das sich mit Diversität und Chancengerechtigkeit in Pflege und Medizin befasst. Zudem wurden Ergebnisse einer Fragebogenstudie zu sexualisierter Gewalt gegenüber Pflegeauszubildenden und -studierenden präsentiert, die im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang „Klinische Pflege“ durchgeführt wurde. Ein weiterer Vortrag widmete sich dem pflegegeleiteten Versorgungsmodell „IntVeM“, das onkologische Patient:innen mit Zuwanderungsgeschichte und Sprachbarrieren an der Uniklinik Köln gezielt unterstützt.
Die Veranstaltung zeigte erneut die Bedeutung von Austausch und Wissenszirkulation zwischen Forschung und Pflegepraxis. „Pflege, die Wissen schafft“ hat sich damit als Forum für wissenschaftsbasierte und praxisorientierte Diskussionen etabliert, mit dem gemeinsamen Ziel, die Versorgung an den Bedürfnissen von Patient:innen sowie Pflegefachpersonen auszurichten.